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Siegel der Universität
Department für Chemie - Arbeitsgruppe Prof. Strey

Methodik zur Auswahl und Qualitätssicherung von Emulgatoren für die kosmetische und pharmazeutische Industrie

Silke Quester:

Kurzzusammenfassung

 

Es wird eine Methodik zur einfachen, kostengünstigen und zuverlässigen Charakterisierung von Emulgatoren in ihrem unmittelbaren Wirkungsumfeld, der Dispergierung zweier nicht mischbarer Komponenten ineinander, vorgeschlagen. Im Gegensatz zu dem 1949 von Griffin vorgestellten Hydrophilie-Lipophilie-Konzept (J. Soc. Cosmet. Chem. 1, 311), welches trotz zahlreicher in der Literatur diskutierten Defizite noch immer zur Klassifizierung von Emulgatoren genutzt wird, erfolgt eine Charakterisierung in Abhängigkeit von systemrelevanten Parametern wie der Temperatur und dem Anteil der Komponenten an der Gesamtzusammensetzung. Unter Einhaltung konstanter Bedingungen werden als charakteristische Kenngrößen die Hydrophilie-Lipophilie-Balance-Temperatur und die Effizienz bestimmt. Zur Demonstration der Vorgehensweise wird die Charakterisierung von reinen wie auch von technischen nichtionischen Emulgatoren exemplarisch an ausgewählten Beispielen, wie dem Vergleich nominell gleicher Chargen desselben Emulgators, vorgenommen. Neben einer quantitativen Bewertung eines Emulgators sind somit unmittelbare Aussagen zur Beurteilung der Stabilität von Emulsionssystemen in Abhängigkeit von ihrer Zusammensetzung und Temperatur sowie die Kontrolle der gleichbleibenden Qualität von Emulgatoren möglich. Die aufgezeigten Vorteile qualifizieren die Methode besonders für einen standardmäßigen Einsatz in der Entwicklung, Optimierung und Kontrolle von Formulierungen für die pharmazeutische und kosmetische Industrie.